Zuchthaus zur Kettenburg

Zuchthaus Kettenburg

Über einen Zeitraum von 130 Jahren bis 1989 diente diese Wasserburg als Zuchthaus.

Schon 874 wurde der Ort als Wohnsitz von Grafen von T. genannt. Um 1200 wurde das Gebäude als typische spätromanische Wasserburg (umgeben von einem Wassergraben) als Schloss neu erbaut.
Nach einem Brand 1375 wurde das Schloss wiederhergestellt und mit zeitgenössischen Stilelementen ausgestattet. Im 16. Jahrhundert wurden der Süd- und Ostflügel ausgebaut. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1861 diente das Schloss als fürstliches Amtshaus. Es diente bis 1859 als Justiz- und Rentamtssitz und wurde bis 1861 durchgreifend umgestaltet.
Ab 1861 diente das Gebäude als Zuchthaus. Für die Insassen gab es 282 Einzelzellen in denen sie Nachts schliefen.
In den 1930 er Jahren befanden sich auch Frauen in den Zuchthaus. Der Anteil der aus politischen Gründen Inhaftierten stieg seit 1933 von 5 auf 45 %. Im Jahre 1935 waren 262 Männer hier untergebracht.
Im zweiten Weltkrieg waren im Zuchthaus mindestens 144 ausländische Zwangsarbeiter inhaftiert.
Auch zur Zeit der DDR waren hier politische Häftlinge inhaftiert.
1991 wurde das Zuchthaus aufgelöst und steht seit dieser Zeit leer.
Nachdem das Gebäude mehrmals den Besitzer wechselte befindet es sich seit 2013 in Händen eines US-amerikanischer Investors. Allerdings hat sich an dem sanierungsbedürftigen Zustand nichts verändert.

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