Villa Kneiff

Villa Kneif

Die Villa Kneiff befindet sich in zentraler Lage eines Landschaftsparkes.

Das Parkgelände war ursprünglich ein nach Süden geneigter Acker, der sich seit den 1830er Jahren im Besitz und Bewirtschaftung der Familie Kneiff für die Zwecke der Kornbrennerei und Viehzucht befand; er umfasste rund 25 Morgen. An den Rändern standen einst Eichen und Obstbäume.

Die Errichtung des Parks wurde 1874 von Carl Kneiff (1829–1902) in Auftrag gegeben. Kneiff hatte durch sein Unternehmen „Kneiff-Tabak“ die dafür notwendigen finanziellen Mittel erwirtschaftet. Mit der Planung wurde Heinrich Siesmayer beauftragt, welcher unter anderem durch den Palmengarten Frankfurt bekannt geworden war. Mit dem Tod seines Vaters 1902 erbte Fritz Kneiff, ebenfalls Mitglied in der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, den Park Hohenrode. Dieser entschied sich, die Anlage zu erweitern, und gewann dafür Philipp Siesmayer, dessen Vater den ersten Teil der Parkanlage geplant hatte. Durch die sogenannte „Verlobungsbrücke“, welche 1912 errichtet wurde, konnten beide Teile verbunden werden.

Das dominierende Gebäude ist das als Villa Kneiff bezeichnete Gebäude. Mit der Planung der Villa wurde 1874 der als Sieger um den Wettbewerb für das Gebäude des Deutschen Reichstags hervorgegangene Ludwig Bohnstedt beauftragt. Der Baustil des quadratischen Gebäudes orientiert sich an der italienischen Villenarchitektur der Renaissance. Trotz Enteignung des Tabakunternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Villa bis 2010 in Privatbesitz, wurde von 1954 bis 1990 als Internat des Institut(e)s für Lehrerbildung genutzt. Das stark restaurierungsbedürftige Gebäude wird seit 2010 unter Leitung der Bürgerstiftung Park Hohenrode und mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz rekonstruiert.

Auf dem Parkgelände befindet sich neben der Villa ein achteckiger Teepavillon. Glasflügeltüren ermöglichten ein weite Öffnung zum Garten. Die Decke und Wände waren mit Rankenmotiven verziert. Farbig Fliesen die in Ornamenten angeordnet waren bildeten den Fußboden.

Ein weiters Gebäude dessen Reste man noch erkennen kann ist eine Gärtnerei bzw. ein Gewächshaus. Es wurde in denn 1880 er Jahren errichtet. Ein Heizhaus mit Kohlebunker versorgte 2 Gewächshäuser und den Arbeitsraum. Weiterhin gab es noch 3 Reihen Frühbeet- kästen. Hier wurden Gemüse und Zierpflanzen gezüchtet. Die Wasserversorgung wurde mit einen Hochbehälter sichergestellt. Das Gewächshaus war bis in die 1970 er Jahre in Betrieb. Quell Wikipedia und Hinweisschilder im Park.

Villa

Flickr Album Gallery Powered By: Weblizar

Pavillon

Flickr Album Gallery Powered By: Weblizar

Gewächshaus

Flickr Album Gallery Powered By: Weblizar

mehr Lost Places Mein Flickr

Schreibe einen Kommentar