Das verlassene Sauerstoffwerk P.

Sauerstoffwerk

Das Sauerstoffwerk wurde Ende 1939 unter Einsatz von Zwangsarbeitern (KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene) errichtet.

Das dreieinhalbgeschossige verklinkerte Werk wurde in Skelettbauweise errichtet und ähnelt durch den 5-schiffige, asymmetrische Grundriss mit 9 Jochen, an eine Basilika.
Das Werk diente im Zweiten Weltkrieg zur Flüssigsauerstoffgewinnung für den Antrieb von Aggregat-4-Raketen auch “V2 ” genannt. Der Betrieb wurde am 27.Juli 1942 aufgenommen. Im Linde-Verfahren , welche die Verflüssigung von Gasgemischen wie Luft und einzelnen atmosphärischen Gasen, wie Sauerstoff, Stickstoff und Argon (Edelgase) in großen Mengen ermöglicht, wurde bis 1945 Luft in ihre Bestandteile zerlegt und der Sauerstoff auf -183 °C abgekühlt verflüssigt.
Da für wurde sehr viel der erzeugten Leistung des Kraftwerkes P. an das Werk geliefert. Während des Krieges wurde das Sauerstoffwerk mehrmals durch Bombenangriffe beschädigt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde 1947 das Sauerstoffwerk teil demontiert und das Gebäude 1948 im Rahmen der alliierten Vereinbarungen teilweise gesprengt. Es kam im laufe der Zeit zu Plünderungen und Steine wurden für andere Zwecke wegtransportiert.
Teile des Erdgeschosses wurde in der DDR als Lagerräume benutzt.
Im Jahre 2003 wurde versucht einen Käufer für das Sauerstoffwerk (Kaufpreis 20000 Euro) zu finden. Leider fand sich für diesen Kaufpreis kein Käufer so das, das Werk später für einen Preis unter diesem Limit verkauft wurde.
Derzeit werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Gebäuderuine zu sichern und für Besucher zu erschließen. Es ist geplant, im Rahmen das Gebäude durch Lichtinstallationen an den Wänden besser in Szene zu setzen. Quelle Wikipedia

 

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