Schleusenruine Wüsteneutzsch des Elster-Saale-Kanals

Schleusenruine Wüsteneutzsch

Die Schleusenruine gehört zum Elster-Saale-Kanal.

Der Elster-Saale-Kanal ist ein im Jahr 1933 angefangenes und im Jahre 1943 eingestelltes Kanalprojekt. Es sollte die Weiße Elster in Leipzig mit der Saale bei Leuna verbinden. In Burghausen begann man 1933 mit den Arbeiten am Kanal. Zeit weise waren bis zu 2000 Arbeitskräfte im Einsatz. 1934 war diese Baustelle eine der Grössten im damaligen NS-Staat. Die Arbeiten gingen bis 1936 zügig vor ran. Die Arbeitsintensität wurde aber immer mehr zu Gunsten des Mittellandkanals verringert.

Um den Höhenunterschied des Kanals zu Saale zu überwinden wurde zuletzt mit den Arbeiten an einer Schleusentreppe mit zwei Schleusen bei Wüsteneutzsch begonnen. Die Schleusenkammern der jetzigen Schleusenruine hatten eine Länge von 85 m, eine Breite von 12 m sowie eine Drempeltiefe von 3 m und entsprachen somit in ihren Abmessungen den Anforderungen zur Schleusung von 1000-t-Kanal-Schiffen. Mit den Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 verzögerten sich die Bauarbeiten immer mehr so das diese 1943 ganz eingestellt wurden. Die Arbeiteten sollten nach dem Sieg des NS-Staates im Zweiten Weltkrieg fortgesetzt werden.

Nach dem Krieg gab es einige Bestrebungen den Kanal weiter zu bauen allerdings hatten die sowjetischen Besatzer kein Interesse daran. Auch die DDR-Regierung traf über die Fertigstellung des Kanals keine Entscheidung. In den 1970er und 1980er Jahren wurden die Fertigstellung des Kanals in Erwägung gezogen aber schnell wieder verworfen.

Die Schleusenruine ist heute ein beliebtes Ausflugsziel und Fotomotiv.

Quelle Wikipedia

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