Militärtechnische Schule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung

Unteroffiziersschule VIII

Die Unteroffiziersschule VIII später Militärtechnische Schule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung „Harry Kuhn“ (MTS der LSK/LV) bestand von 1973 bis 1990 in Bad D.

Sie war dem Kommando Luftstreitkräfte/Luftverteidigung direkt unterstellt und diente zur Ausbildung von Unteroffizieren und Fähnrichen innerhalb der NVA Luftstreitkräfte der DDR.
Im Jahre 1973 wurde auf Grundlage des Befehls Nr. 115/73 des Ministers für Nationale Verteidigung die Unteroffiziersschule VIII (US-VIII) aufgestellt. Sie entstand in Bad D. und war dem Stellvertreter des Ministers und Chefs der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung unterstellt. Die offizielle Eröffnung der Unteroffiziersschule fand imSeptember 1974 statt. 10 Jahre später 1984 wurde die Unteroffiziersschule VIII in Militärtechnische Schule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (MTS) umbenannt, wodurch sie nun auch offiziell den Status einer Fachschule hatte.
Eine Großteil der Auszubildenden waren neben Fähnrichschüler vor allem die Unteroffiziersschüler (ca. 80 % der Auszubildenden), die ihre Ausbildung nach einem halben Jahr abschlossen und danach als Unteroffizier auf Zeit (UaZ) oder Berufsunteroffizier in die verschiedenen Truppenteile der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (Militärflugplätze, Flugabwehr-Einheiten u. a.) der DDR versetzt wurden. Insgesamt waren mit den Wehrpflichtigen im Grundwehrdienst, den Unteroffizieren, Fähnrichen und Offizieren sowie den Zivilangestellten über 2000 Menschen an der MTS beschäftigt. Auch Armeeangehörige anderer Staaten, z. B. aus Syrien, Irak und Sambia, wurden zeitweise als sogenannte „Ausländische Militärkader“ an der MTS aus- und weitergebildet.
Heute wird ein Teil der Liegenschaft von der Bundespolizei genutzt.
Ein anderer Teil wurde in den Jahren von 1992 bis 2009 als Gymnasium genutzt. Von 1992 bis 2002 unter dem Namen “Albert-Schweitzer-Gymnasium”, von 2002 bis zur Schließung 2009 war es eine Außenstelle des Martin-Rinckart-Gymnasium .Seit 2009 steht das Gebäude leer, soll ab 2019/2020 jedoch als Evangelisches Schulzentrum genutzt werden.
Die alten NVA-Blöcke sollen im Jahr 2019 abgerissen werden. Quelle Wikipedia

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