Kraftwerk P.

Kraftwerk P

Das Kraftwerk ist ein stillgelegtes Kohlekraftwerk in Mecklenburg-Vorpommern.

Es wurde Anfang der 1940 er Jahre zur Energieversorgung der Heeresversuchsanstalt errichtet und war bis 1990 in Betrieb. Das als Baudenkmal ausgewiesene Kraftwerk ist mit seinen Förderanlagen fast vollständig erhalten und das größte Industriedenkmal in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Kraftwerk wurde im Auftrag der Heeresverwaltung von der Abteilung Kraftwerksbau der Siemens-Schuckert AG, die die gesamte technische Ausrüstung lieferte, in der Nähe des zuvor ausgebauten Hafens errichtet. Baubeginn war der 6. Dezember 1939. Ursprünglich waren zwei identische Kraftwerke geplant, von denen aber nur das eine ausgeführt wurde.
Im Kesselhaus befanden sich vier Babcock-Dampfkessel mit Wanderrostfeuerung. Zu jedem Kessel gehörte ein Kohlebunker für 200 Tonnen Steinkohle. Die Dampfturbinen im Maschinenhaus hatten eine Gesamtleistung von 30 Megawatt. In einem Siebhaus wurde das Kühl- und Brauchwasser gereinigt, das dem Hafenbecken entnommen wurde. Das erwärmte Kühlwasser wurde in den Hafen zurückgeleitet, wodurch die Hafeneinfahrt im Winter eisfrei gehalten werden konnte. Ein großer Teil der Abwärme wurde zum Betrieb eines Fernwärmesystems für die HVA genutzt.
In einem Anbau, dem Schalthaus, waren die Schaltanlagen und der Kabelboden sowie die Büros der Betriebsleitung untergebracht. Die Schaltwarte befand sich räumlich getrennt vom Kraftwerk in einem bunkerartigen Gebäude.

Die Schaltwarte ging am 1. Juni 1942 in Betrieb. Die Inbetriebnahme des Werkes fand im November 1943 statt. Von der produzierten elektrischen Leistung des Kraftwerks, die mit 30 bis 33 MW angegeben wird, gingen rund 22 MW an das Sauerstoffwerk, in dem mit großem technischen Aufwand Flüssigsauerstoff für den Antrieb von Raketen produziert wurde.
Nach der Besetzung Peenemündes durch die Rote Armee wurde das Kraftwerk weiter betrieben. Bis August 1945 wurde ein kompletter Maschinensatz mit Kesselanlage sowie Hoch- und Niederspannungsschaltanlage ausgebaut und als Reparation abtransportiert.
Anfang der 1950 er Jahre erfolgte eine Instandsetzung und Erweiterung. Bis Ende März 1990 lieferte das Kraftwerk Strom in das Verbundnetz der DDR und produzierte danach bis 1991 Wärme für den Marinestandort . Quelle Wikipedia

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