Knappschaftsheilstätte auf dem Steierberg

Knappschaftsheilstätte

In den Jahren 1896 bis 1898 wurde die Knappschaftsheilstätte erbaut.

Die Norddeutsche Knappschafts-Pensionskasse war der Bauherr der Knappschaftsheilstätte, Architekt war Gustav Hasse.
Als Knappschaft wird die Gesamtheit der in einem Bergwerk oder in einem Bergbaurevier beschäftigten Bergleute bezeichnet. Die Pensionskasse war so etwas ähnliches wie die Krankenkasse heute. Versicherungspflichtig waren alle Personen vom vollendeten sechzehnten Lebensjahre ab, welche als Arbeiter, „Gehülfen“, Gesellen, Lehrlinge oder Dienstboten gegen Lohn oder Gehalt beschäftigt werden. Des Weiteren Betriebsbeamte sowie Handlungsgehilfen und -Lehrlinge (ausschließlich der in Apotheken beschäftigten Gehilfen und Lehrlinge), welche Lohn oder Gehalt beziehen, deren regelmäßiger Jahresarbeitsverdienst an Lohn oder Gehalt aber zweitausend Mark nicht übersteigt, sowie die gegen Lohn oder Gehalt beschäftigten Personen der Schiffsbesatzung deutscher Seefahrzeuge und von Fahrzeugen der Binnenschiffahrt. Gegenstand der Versicherung war der Anspruch auf Gewährung einer Invaliden- beziehungsweise Altersrente

Zum leitenden Arzt des Hauses wurde der Sanitätsrat Emil Kremser berufen. Die ersten Patienten wurden mit der Eröffnung im Januar 1898 aufgenommen. Die offizielle Einweihung fand einige Monate später im Oktober des selben Jahres statt. Da Bergleute häufig unter Lungenkrankheiten leiden zählten sie zu den Patienten in dieser Heilstätte.
Im 1. Weltkrieg von 1914 bis 1918 und auch im 2. Weltkrieg von 1939 bis 1945 dienten die Gebäude als Lazarett.

Nach 1945 wurde die Klinik durch die russische Armee genutzt da sie in der russisch besetzten Zone Deutschland lag. Da die Zahl der Lungenkranken nach dem Zweiten Weltkrieg stark anstieg diente sie wieder der Behandlung derer.
Nach der Errichtung der Mauer und damit auch der Grenze zwischen der BRD und der DDR lag die Heilstätte in Grenznähe. In den 1960 er Jahren wurde sie aus diesen Grund ein Reha-Zentrum für Querschnittgelähmte.

Nach der politischen Wende in der DDR 1989 wurde dieses Reha-Zentrum weitergeführt. Allerdings entsprach die Einrichtung nicht den mehr den modernen Standards. Aus diesen Grund wurde eine neue Klinik gebaut und 1997 die alten Heilstätte geschlossen.
Seit dieser Zeit steht die Knappschaftsheilstätte leer und ist Verfall preisgegeben.
In der Nähe des großen Gebäudes der Heilstätte wurde um die selbe Zeit 1896 bis 1898 eine kleineres Sanatorium erbaut. Es stand wie die große Klinik unter Leitung von Dr. Kremser. Allerdings wurde dieses Haus 1918 wieder geschlossen und als Unterkunft für das Personal umgebaut. Bis 1997 wurde dieses Gebäude genutzt. Auch dieses Gebäude ist vom Verfall gezeichnet und teilweise schon eingestürzt. Quelle Wikipedia

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