Kent-School vom Heim über Kinder-Euthanasie bis zu britischen Schule

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Die Geschichte der Kent School geht zurück bis ins Jahr 1909.

Der Franziskanerorden baute, auf dem heutigen Gelände der Kent-School, die Anlage von 1909 bis 1913 die aus Kirche, Schule, Wohnblöcke,Verwaltungstrakt, zahlreiche Werkstätten und einen Bauernhof zur Selbstversorgung umfasste. Es war ein Heim für ca. 600 körperlich und geistig behinderte Männer.
Im Jahre 1936 kam es zu einer Anklage gegen den Franziskanerorden wegen Devisenvergehen . In Folge dessen sie zu einen hohen Geldstrafe verurteilt wurde. Sie mussten Konkurs anmelden und die Anlage verlassen.
Nach der Auflösung des St. Josefsheims wurde die Anlage 1937 aus der Konkursmasse durch den Provinzialverband der Rheinprovinz erworben, als Teilanstalt der Heil- und Pflegeanstalt Süchteln-Johannistal mit 870 Betten weitergeführt. Durch die drastische Senkung der Tagesverpflegungssätze und die daraus folgende Mangelernährung sowie ungenügende Heizung und Hygiene stiegen die Sterbezahlen in der Anstalte an.

Im August 1941 stimmte der Landeshauptmann der Rheinprovinz der Forderung des „Reichsausschusses zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden“ nach einer „Kinderfachabteilung“ zu. Im Gebäude des ehemaligen „Schutzengelhauses“ der Franziskaner wurde eine sogenannte Kinderfachabteilung mit ca. 220 Betten eingerichtet, die am 16. Dezember 1941 mit den ersten Kindern belegt wurde. Verantwortlicher Arzt war zu Beginn Georg Renno, dann in einer Übergangszeit Hildegard Wesse bis zum Eintreffen ihres Mannes Hermann Wesse ab 1. Oktober 1942.
Der allgemeine Begriff „Kinderfachabteilung“ wurde im nationalsozialistischen Deutschen Reich als beschönigende Bezeichnung für besondere Einrichtungen der Psychiatrie in Krankenhäusern sowie Heil- und Pflegeanstalten verwendet, die der „Kinder-Euthanasie“ dienten, also der Forschung an und Tötung von Kindern und Jugendlichen, die körperlich oder geistig schwer behindert waren.
Mindestens 30 Kinder wurden mit Luminaltabletten getötet. Dabei wurden den Kinder über mehrere Tage dreimal täglich leicht überdosiert Phenobarbital (Luminaltabletten ) verabreicht. Andere Kinder ließ man über Monate langsam verhungern. Es gab etwa 100 getötet Kinder in deren Todesbescheinigung fälschlich Lungenentzündung, Auszehrung oder Herz-Kreislaufschwäche als Diagnose eingetragen wurde.
Im Juli 1943 wurde die Einrichtung aufgelöst und die verbliebenen Kinder in andere „Fachabteilungen“ transportiert.
Die Gebäude wurden danach als Ausweichkrankenhaus für das Städtische Krankenhaus Rheydt benutzt.

Nach dem Krieg befanden sich mehrere Einrichtungen in den Gebäuden , wie ein Erziehungsheim, die Volksschule, Caritas-Heim für schulentlassene Mädchen, von 1950 bis 1955 ein Heim für etwa 50 schulpflichtige Jungen („Erziehungsheim Hostert“).
Da die Briten zu den Siegermächten des 2.Weltkriges zählten beschlagnahmten sie 1951 einen Großteil der Gebäude als Lazarett. Der Orden der Franziskaner konnten 1952 einen großteil der Gebäude zurück kaufen aber nicht nutzen da sie beschlagnahmt blieben.
Die BRD kaufte den Franzikanern das Geländer ab und vermietet es für 37 Jahre an die Briten. Die nach Um- und Anbauten das British Military Hospital Hostert einrichteten und ab September 1963 bis 1991 die Anlage als britische Kent-Schule nutzten. In der Kent-School wurden 1400 Jugendliche unterrichtet; von ihnen waren 270 im Internat untergebracht.

Von 1991 bis jetzt standen die Gebäude der Kent-School leer und waren Vandalismus und Verfall ausgeliefert. 2003 wurde das Gelände an einen
an eine Privatperson verkauft.
Es ist möglich eine legale Führung auf dem Gelände der ehemalige Kent- School zu buchen. Mehr Informationen dazu findest du auf der offiziellen Webseite des Besitzer: mehr Inormationen

Quelle Wikipedia

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