Herrenhaus B.

Schloss B.

Vom 15. Jahrhundert bis 1652 war das Herrenhaus zum B. zusammen mit weiteren Dörfern ein Lehen der adligen Familie B., die zu den schlossgesessenen Geschlechtern Pommerns gehörte.

Nach einer Aufstellung von 1613 bestand das Gut B. aus Schloss und Ackerhof selbst sowie aus verschiedenen landwirtschaftlichen Gutshöfen.
Im Jahre 1652 starb die Familie B. im Mannesstamm aus und das Schloss sowie Ackerhof und die landwirtschaftlichen Gutshöfen wurden von anderen übernommen.
Ein Getreidehändler, vom schwedischen König geadelt, wurde um 1705 mit den Gütern belehnt. Der Enkel des Getreidehändlers ließ das Herrenhaus erreichten. Als dieser Enkel starb wurde dessen Gattin zum Besitzer des Schlosses und der dazugehörigen Ländereien. Um 1800 wurde ihr Stiefneffe gesetzlicher Erbnachfolger und damit Besitzer des Schlosses. Er gründetet im Schloss B. ein Gestüt.
Die Familie von S. kam in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Besitz des Schlosses. Zwischen 1840 und 1850 ließ Hans von S. dieses im Neugotischen Still umbauen. Das siebzehnachsige, zweieinhalbgeschossige, ungewöhnlich groß dimensionierte Herrenhaus mit Walmdach besitzt einen umlaufenden Zinnenkranz. Am dreigeschossigen Mittelrisalit wie auch an den Ecken des Gebäudes sind schlanke fialartige Backsteintürmchen angesetzt.Gleichzeitig wurde auch ein englischer Landschaftspark angelegt.
Das Gestüt wurde erfolgreich fortgeführt. In den Zeiten der Weltwirtschaftskrise (um 1930) geriet das Gut in finanzielle Schieflage wo durch ein großer Teil des Gutes an die Deutsche Siedlungsgesellschaft verkauft werden musste. Der übrige Teil wurde verpachtet.
Um hier für zwei Institute der Universität G. eine Ausweichstelle einzurichten wurde das Herrenhaus 1944 beschlagnahmt. Nach der endgültigen Enteignung 1945 wurde die wertvolle Einrichtung geplündert.
Im Herrenhaus wurden nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Flüchtlinge untergebracht und später Wohnungen eingerichtet. Bis in die 1970 Jahren befanden sich hier verschiedene Einrichtungen der Gemeinde des Ortes. Das Herrenhaus wurde dann an einen Volkseigenen Betrieb verkauft der ein Ferienheim für seine Arbeiter plante. Die Sanierungsarbeiten wurden leider nach wenigen Jahren eingestellt. Seit 1980 stand das Herrenhaus leer und wurde weiter ausgeplündert. Wandverkleidungen, Türen, Fenster und Balken wurden entfernt so das das Haus um 1990 fast völlig entkernt war. Das Herrenhaus und der Park wurde von der Treuhand 1998 an einen Privatmann verkauft dem es aber nicht gelang die erforderlichen Mittel für eine Sanierung aufzubringen.
Das Herrenhaus weißt starke Schäden auf, das Dach ist zum größten Teil eingestürzt.
Nach dem das Gut zweimal ohne Erfolg zwangsversteigert wurde erwarb 2017 ein Architekt aus Berlin die Anlage. Quelle Wikipedia

 

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