Forst Zinna – ehemaliges Militärareal

Forst Zinna - ehemaliges Militärareal

Der Forst Zinna ist ein ehemaliges Militärareal unweit der Stadt Jüterbog.

Am Rande eines Truppenübungsplatzes wurde ab 1934 ein Truppenlager angelegt. Dies geschah im Zusammenhang mit der Wiederaufrüstung Deutschlandes, nach 1933. Das Lager erhielt anfangs die Bezeichnung Lager III. Nach einigen weiteren Umbenennungen wie Waldlager Forst Zinna bekam der Ort den amtlichen Namen Adolf-Hitler-Lager. Zum Truppenlager gehörte noch ein Proviantlager. Drei Jahre später wurde mit dem Bau eines eigenen Bahnhofs begonnen.

Die SS ( Schutzstaffel ) sollen die ersten Nutzer des Truppenlagers gewesen sein. Ende 1935 nutzte die Artillerieschule das Lager. Hier wurden Beobachtungs-Abteilungen für die Artillerietruppe ausgebildet. Später wurden Fahrer für Kettenfahrzeuge geschult. Zum Kriegsende hin war hier die Reichsarbeitsdienst (RAD) Infanterie-Division Friedrich Ludwig Jahn einquartiert.

Nach Kriegsende wurden von der sowjetische Besatzungsmacht ein Lager für Displaced Person (DP, Person, die nicht an diesem Ort beheimatet ist) eingerichtet und von hier in ihre Heimatländer abgeschoben.

Auf Beschluss der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) wurde die Deutsche Verwaltungsakademie (DVA) „Walter Ulbricht“ gegründet. Die Akademie bezog 1947 die Gebäude des ehemaligen Truppenlagers. Hier sollten die politischen Eliten für die schrittweise entstehende Selbstverwaltung der sowjetischen Besatzungszone und der 1949 gegründeten DDR ausgebildet werden. Allerdings mussten die Gebäude im Februar 1953 wieder geräumt werden da die Sowjetarmee das Lager von Forst Zinna für sich in Anspruch nahm.

Die Sowjetarmee richtete einen Armeestab ein und in den 1970 er Jahren enstanden neue Anlagen für ein Baubataillon. Auf dem ehemaligen Militärareal Forst Zinna standen mehrere Wirtschaftsgebäude, Verwaltungsgebäude, ein Kino und einen Zoo.
Im Forst Zinna kam es 1988 zu einem der schwersten Eisenbahnunfälle der DDR, als ein D-Zug mit einen auf den Gleisen stehenden Panzer zusammen stieß. Dabei starben 6 Menschen und 33 wurden verletzt.

Ein Großteil der Gebäude und Anlagen sind abgerissen. Die gesamte Fläche soll renaturiert werde.
Quelle Wikipedia
Fotos 2017

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