Eisfabrik (Berlin-Mitte)

Die Eisfabrik der Norddeutschen Eiswerke AG im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirks gehört zu den ältesten noch erhaltenen Eisfabriken in Deutschland.

Der Betrieb wurde erst 1995 eingestellt. Seitdem steht das Gelände an der Spree in der Köpenicker Straße 40/41 leer.
In der Eisfabrik wurde seit 1896 künstliches Eis produziert, seit 1914 mit einer Eismaschine der Halleschen Maschinenfabrik und Eisengießerei Stangeneis, was für die wachsende Stadt Berlin von großer Bedeutung war. Da es zu dieser Zeit keine Kühlschränke, wie wir sie heute kennen, in Privathaushalten gab, wurde das Eis in Stangen von etwa 20 × 20 Zentimetern bei bis zu 1,50 Meter Länge an Brauereien, Kneipen, Haushalte, Obsthandlungen usw. geliefert. Bei Umbauarbeiten in den Jahren 1913/1914, 1916 und 1921/1922 wurden zunächst die noch heute vorhandene Eismaschine, sowie darauf drei Kühlhäuser und das Kessel- und Maschinenhaus errichtet. Zum 1. Januar 1952 wurde die Eisfabrik unter dem Namen VEB Kühlhaus Süd-Ost volkseigen. Die Produktion wurde im selben Jahr auf Grund sinkenden Bedarfs von Stangeneis von jährlich 240 Tonnen auf 120 Tonnen und 1962 weiter auf 60 Tonnen reduziert. Mit der Wiedervereinigung 1990 wurde der VEB Kühlhaus Süd-Ost Teil der Berliner Kühlhaus GmbH. Die Produktion von Stangeneis wurde im Oktober des Folgejahres eingestellt.Die Berliner Kühlhaus GmbH gab 1995 den Betrieb an der Köpenicker Straße auf und die Treuhand Liegenschaftsgesellschaft (TLG) übernahm komplett die Verwaltung des Objekts.
Gegen den bundesweiten Widerstand von Initiativen und Verbänden wurden im Oktober 2010 die Kühlhäuser durch die TLG Immobilien GmbH abgerissen. Zur Zeit ist ungewiss was aus den noch vorhandenen Gebäuden wird.(Quelle Wikipedia)
Die Fotos entstanden im August 2012.

 

Schreibe einen Kommentar