Die verlassene Lungenheilstätte am See Teil 2

Lungenheilstätte

Die Heilstätte wurde 1896 vom Deutschen Roten Kreuz gegründet und war die erste Lungenheilstätte für Tuberkulosekranke im Norden Deutschlands.

Der Erste Weltkrieg und die Inflationszeit 1914 bis November 1923 brachten die Heilstätte in große wirtschaftliche Not. Die Inflation war eine der radikalsten Geldentwertungen in großen Industrienationen. Die Vorgeschichte dieser Hyperinflation findet sich in der Finanzierung des Ersten Weltkrieges. Wegen dieser Schwierigkeiten wurde die Lungenheilstätte 1920 an die Landesversicherungsanstalt Brandenburg verkauft. 6 Jahre später wurden Erweiterungsbauten errichtet so das die Bettenzahl in den 1930 er Jahren sich auf ca.400 Betten verdoppelte.
Die Heilstätte besteht aus Robert-Koch-Gebäude, Verwaltungsgebäude, Hans-Böhm-Gebäude, Südgebäude,Ostgebäude, Behandlungsgebäude, Aufnahmegebäude, Pförtnerhaus,Verbindungsgängen, Kapelle, Direktorenwohnhaus, Beamtenwohnhaus,Ärztewohnhaus, Schornstein mit Hochbehälter, Gärtnerhaus, Seewasser-Pumpenhaus und gärtnerischen Anlagen.


Durch die Entdeckung von Antibiotika wurden lange Aufenthalte von Tuberkulosekranke in Heilstätten nicht mehr notwendig. Aus diesen Grunde wurde die Anlage nicht mehr medizinisch genutzt.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gelände von der Wehrmacht genutzt. Nach dessen Ende und der Zerschlagung Hitlerdeutschland zog 1945 die Rote Armee in die Gebäude ein. Von 1945 bis 1991 befand sich hier ein sowjetisches Militärlazarett. Viele Gebäude wurden langfristig heruntergewirtschaftet so das eine Neunutzung nur mit hohen Kosten möglich gewesen wäre. Auch haben 20 Jahre Leerstand den Gebäuden nicht gut getan.


Heute befindet sich auf den Gelände die Kids Globe. Ein Verein, der es sich zur Aufgabe macht , mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen neue Bildungswege zu gehen.
Einige Künstler haben Räume in den Gebäuden gestaltet. Quelle Wikipedia

Die verlassene Lungenheilstätte am See Teil 1


Die verlassene Lungenheilstätte am See Teil 1

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