Die Fabrikantenvilla “Filz” der Filztuchfabrik

Filztuchfabrik

Die Fabrkantenvilla “Filz” gehörte zu einer Filztuchfabrik.

Mitte des 19.Jahrhunderts wurde die Filztuchfabrik gegründet. In seinen Bestehen erlangte das Unternehmen Weltruhm. Hier wurde an den weltgrößten Webstühlen mit 23 Meter Arbeitsbreite gearbeitet.
In den 20 er Jahren des 20.Jahrhunderts entstand ein zwei türmiges Hochhaus. Es war das erste in Sachsen das in Stahlbetonbauweise gebaut wurde.

1946 wurde der Betrieb verstaatlicht und zu einen Volkseigenen Betrieb (VEB) umgewandelt. Nach der politischen Wende wurde der Betrieb von der Treuhandanstalt (THA, kurz Treuhand) verwaltet. Die Treuhandanstalt (THA, kurz Treuhand) war eine in der Spätphase der DDR gegründete Anstalt des öffentlichen Rechts in Deutschland mit der Aufgabe, die Volkseigenen Betriebe der DDR nach den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft zu privatisieren und die „Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern“ (§ 8 Treuhandgesetz) oder, wenn das nicht möglich war, stillzulegen.

Die Filztuchfabrik wurde stillgelegt und im Jahr 2009 wurden die Gebäude gesprengt. Allein die Villa blieb übrig. Die Villa besticht im Inneren durch die aufwendig gestalteten Decken. Leider ist der Verfall in den oberen Etagen schon weit voran geschritten.

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