Der Hochbunker aus dem 2.Weltkrieg

Bunker

Der Hochbunker aus massiven Stahlbeton wurde während der Zeit des 2.Weltkriegs in Fürth erbaut. Er sollte für ca.900 Personen Schutz bieten.

Es handelt sich um einen dreigeschossiger Eisenbetonbau mit hohem Walmdach und Treppenturmanbau im Westen. Durch diese Bauart sollte er von oben eine Kirche vortäuschen. Der Bunker wurde in der sog. II Welle (ab 1941) der Bunkerbauten im Deutschen Reich errichtet. Zu dieser Zeit wurden Luftschutzbauten meist nur noch oberirdisch gebaut. Zu Tarnzwecken wurde der Bunker mit Dachziegeln eingedeckt, Fensterrahmen und Treppentürme angebracht.
Nach Ende des 2. Weltkrieges sollten die Hochbunker gesprengt werden. Da aber ein massiver Wohnungsmangel herrschte wurde der Bunker von Flüchtlinge, die aus dem ehem. deutschen Reich – z. B. aus Böhmen und dem Sudetenland – stammten, bewohnt. Bis in das Jahr 1950 war der Bunker bewohnt.

Im Jahre 1968/71 wurde er für den Zivilschutz als Atomschutzbunker umgerüstet. Im Erdgeschoss befinden sich die Räume die für die Versorgung des Bunkers wichtig waren.
Wasserversorgung
Stromversorgung – mit Dieseltank
Luftversorgung mit ABC-Filter und Sandfilter
Werkstätten
Bunkerwarträume und zwei Schleussen
2 Lagerräume
Im Obergeschoss befinden sich:
Toiletten
Liege- und Sitzräume
Küchen- und Lagerräume
Sanitätsraum
Das Dachgeschoss konnte über eine Außentreppe erreicht werden.

Der Bunker unterstand dem Zivilen Luft- und Katastrophenschutz des Bundes und wurde bis 2007 als Bunker betrieben. Erst 2007 wurde der Bunker aus der Zivilschutzbindung entlassen und sollte verkauft werden. Da sich aber kein Käufer fand kauft die Stadt den Bunker.
Anfang 2019 wurde der Hochbunker an die Sportfreunde Ronhof verpachtet. Die dort ein Fanquartier mit Kneipen- und Lagerräumen einrichten wollen. Ein Teil wird als musealer Raum für Führungen und Ausstellung erhalten bleiben.
mehr Infos gibt es hier

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