Der alte jüdische Friedhof Berkach

jüdischer Friedhof

Der jüdische Friedhof entstand nach 1820 .

Die jüdische Gemeinde entstand um 1700. Aus Nordheim ausgewiesene Juden durften sich hier niederlassen. Die Zahle der im Ort wohnenden Juden stieg bis 1850 auf 170 in 36 Familien. Ab den 1920 er Jahren ging die Zahl der jüdische Einwohner zurück. So lebten 1932 nur noch 20 Juden im Ort. Neun Juden des Ortes wurden 1938 in das KZ Buchenwald verschleppt und 1943 wurden die letzten deportiert.

Die jüdische Begräbnisstätte wurde nach 1820 angelegt. Hier befinden sich noch 145 Grabsteine die in sieben Reihen angeordnet sind. Einer der ältesten Grabsteine stammt aus dem Jahr 1846. Die Besonderheiten eines jüdischen Friedhofes ergeben sich aus den Gesetzen des Judentums Die Erdbestattung und die dauerhafte Totenruhe gilt als verbindlich.
Der Friedhof wurde 1938 und 1990 geschändet.
Der jüdische Friedhof liegt direkt an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Bayern. Damit lag er von 1946 bis 1989 im damaligen Grenzgebiet der DDR und durfte nur mit Sondererlaubnis besucht werden. Heute wird der Friedhof gepflegt und Besucher können ihre Steine ( statt Blumen ) auf den Gräbern ablegen.