Das Schloss

Die Geschichte des Schlosses beginnt als Kloster.

Die Gründung des Benediktinerklosters erfolgte 1085 durch den Thüringer Grafen Ludwig der Springer in der Nähe seiner Stammburg, der Schauenburg bei Friedrichroda. Ein Konvent aus Hirsau bezog Reinhardsbrunn, das mit Hirsau und Cluny verbrüdert war und seit 1092 unter päpstlichem Schutz stand.
1525, während des Bauernkriegs, wurde das Kloster geplündert und zerstört. Die Mönche flohen nach Gotha, der Klosterbesitz wurde dem Kurfürsten von Sachsen verkauft.Die Klostergebäude verfielen während der folgenden Jahrzehnte.
Nach dem Verfall des Klosters baute Herzog Friedrich Wilhelm I. von Weimar im Jahre 1601 ein Amtshaus für das Amt Reinhardsbrunn. Unter Dorothea Maria entstand zwischen 1607 und 1616 der Grundriss mit den Hauptgebäuden. In den Folgejahren entstanden Verbindungsbauten, in welche vermutlich Reste der Klosterbauten eingebunden wurden. Den westlichen Bau bildete das Hauptgebäude, “das hohe Haus” oder “Schloss” genannt, auf dessen Grundmauern, unter Benutzung der Ecktürme 1826/1827 ein Lustschloss entstand.
Um das Schloss herum entstand etwa 1850 ein Landschaftspark. Hier begegneten sich mehrmals die britische Königin Victoria und Albert von Sachsen-Coburg und Gotha.
1945 erfolgte die entschädigungslose Enteignung des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha durch die sowjetische Besatzungsmacht. So ging dem Herzogshaus auch Schloss samt Ausstattung und Park verloren. Danach übernahm das Land Thüringen die Immobilien und nutzte sie vorübergehend zur Schulung von Feuerwehr und Polizei. 1953 wurde das Schloss ein Hotel des VEB Reisebüro der DDR, vor allem als Devisenbringer für Gäste aus Westdeutschland und dem westlichen Ausland. Bis 1990 war entsprechend auch ein Intershop auf dem Schlossgelände ansässig. Das Schloss entwickelte sich zum kulturellen und Bildungszentrum, mit Konzerten und Kongressen. Seit 1980 steht es als “Denkmal von nationaler Bedeutung” in der DDR-Denkmalliste. Im herzoglichen Außenpark errichtete und unterhielt zu DDR-Zeiten der VEB Kali Werra das Pionier-Ferienlager “Georgi Dimitroff”.
1988 wurde ein Märchenfilm mit dem Namen:“ Rapunzel – Zauber der Tränen“ zu großen Teilen im Schloss gedreht. Deshalb bekam diese Schloss auch den Beinamen Märchenschloss. Auch das Bernsteinzimmer spielt eine Rolle im Schloss wenn auch nur im Film “Die Spur des Bernsteinzimmers“ der teilweise 1991/92 hier gedreht wurde.

1992 wurde Schloss Reinhardsbrunn in das Denkmalbuch des Freistaates Thüringen aufgenommen. Nach der Wende wurde das Hotel über die Treuhandanstalt an zwei westliche Hotelgruppen verkauft. Das Vorhaben, ein Fünfsterne-Hotel daraus zu entwickeln, wurde aber aufgegeben. Eine Rückübertragung an die Alteigentümer kam nicht zustande. Dann kamen englische, ukrainische und russische Käufer. Der Verfall der Anlage schreitet fort. Seit 2011 gibt es einen “Förderverein Schloss und Park Reinhardsbrunn”, der positive Aktivitäten entwickelt hat.
Infos: Wikipedia
schloss-reinhardsbrunn.de
Filmdreharbeiten im Schloss Reinhardsbrunn- ein Hauch von Hollywood

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Schloss R.

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