Das Neue Jagdschloss Hummelshain

Das Neue Jagdschloss Hummelshain

Das Neue Jagdschloss Hummelshain ist ein Schloss in der Gemeinde Hummelshain im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen. Es wurde ab 1880 im wilhelminischen Historismus (Neogotik, Neorenaissance) erbaut.

Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg beauftragte Paul Stegmüller und Ernst von Ihne mit dem Bau eines neuen, repräsentativeren Jagdschloss in Hummelshain. Es wurde 1885 fertiggestellt und war damit der letzte Schlossneubau in Thüringen.
Weithin sichtbar ist der etwa 48 Meter hohe Turm des Schlosses. Umlaufender Arkadengang, Turmhaube und vier Scharwachttürmchen erinnern an den Altstädter Brückenturm in Prag. Die repräsentativen Räume im Erd- und Obergeschoss wurden für Festlichkeiten genutzt. Während des Zweiten Weltkrieges richtete hier das nationalsozialistische Rüstungsunternehmen REIMAHG ein Krankenhaus für seine Zwangsarbeiter ein, in Gestalt von sechs im Schlosspark errichteten Baracken mit je 89 Betten. mehr
Das Schloss ist nach Ansicht seines Fördervereins im Verfall begriffen. Es erfolgten nur Notsicherungen, nachdem das Schloss 1998 von der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen an ein Leipziger Unternehmen verkauft worden war. 2016 erfolgten durch den Förderverein erste Sicherungsmaßnahmen mit Denkmalmitteln des Freistaates Thüringen. 2017 wurde das Schloss durch das Sachverständigengremium der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien als Baudenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft.
Im Jahre 2016 hat der Förderverein die Verantwortung als Bauherr zur Sanierung des Schlosses übernommen. Seit 2017 werden Sanierungsarbeiten am Schloss vorgenommen die bis ins Jahr 2023 dauern sollen. Somit des Schloss eigentlich kein Lost Place (verlassener Ort) mehr. Über denn Fortgang der Bauarbeiten kann man sich hier informieren Bautagebuch

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