Bahnhof Ballenstedt

Der Bahnhof Ballenstedt liegt an der Bahnstrecke Frose–Quedlinburg.

Am 28. Juli 1864 erhielt die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft (MHE) vom Herzogtum Anhalt die Genehmigung zum Kauf der Cöthen-Bernburger Eisenbahn und die Konzession zum Bau der Strecke Halberstadt–Aschersleben–Bernburg–Halle. Teil der Konzession war die Auflage, eine Zweigbahn von Frose nach Ballenstedt zur Sommerresidenz der anhaltischen Herzöge zu bauen.
1865 begannen die Arbeiten an der Strecke von Frose nach Ballenstedt, die allerdings schon bald wegen des 1866 ausgebrochenen Deutschen Krieges zwischen Preußen und Österreich verzögert wurden. Der Bahnverkehr wurde auf der Teilstrecke von Frose nach Ballenstedt Schloss (heute Ballenstedt West) am 7. Januar 1868 eröffnet, die Strecke wurde am 1. Juli 1886 über Gernrode nach Quedlinburg verlängert.
Die Strecke trug im Volksmund den Namen Balkan, offenbar eine Abwandlung des spöttisch verwendeten Begriffs “Balkanexpress“.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Güterverkehr abschnittsweise eingestellt. Zwischen Gernrode und Frose fuhr seit dem 1. Januar 1998 kein Güterzug mehr.
Am 28. Juni 2003 wurde das Stellwerk Ballenstedt Ost durch Brandstiftung stark beschädigt. Versuche zur Reparatur wurden durch die Deutsche Bahn AG nicht unternommen, entsprechende Anfragen seitens der Landkreise zurückgewiesen. Stattdessen wurde der Schienenersatzverkehr zwischen Ermsleben und Gernrode aufrechterhalten. Gleichzeitig begannen die Vorbereitungen zur Stilllegung dieser Strecke. Der Eisenbahnverkehr wurde am 13. Dezember 2003 eingestellt.
Am 15. Juni 2004 genehmigte das Eisenbahnbundesamt die Stilllegung des Abschnittes Frose–Gernrode, juristisch vollzogen wurde sie am 31. Juli 2004. An einigen Bahnübergängen (unter anderem auf der L85, an der Roseburg sowie zuletzt im Juni 2012 in Ballenstedt und Ermsleben) sind bereits die Schienen herausgetrennt und der Übergang wurde asphaltiert.
Quelle Wikipedia

 

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